Aktuelles

Was tut sich in der APS?


Die gesündeste Jahrestagung seit Jahren!


Auf unserer Jahrestagung 2014 ging es um das Thema: Gesunder Glaube". Und es war wirklich erfrischend und motivierend, was unsere drei Referenten dazu zu sagen hatten.

Den Auftakt machte Dr. Fabian Vogt, Gemeindepfarrer, Schriftsteller und Kabarettist. Er begann mit einer Feststellung: das Ja Gottes zu uns ist wichtiger als alles andere, was es zu bedenken und zu bereden gibt im christlichen Raum. Es gelte, den Glauben erlebbar zu machen, Erfahrungselemente in Rede und Gottesdienst einzubauen. Allein, wie erzählt werde, mache einen extremen Unterschied. Ein guter Erzähler achte darauf, dass Jesus nicht nebenbei "nach Kapernaum" geht, sondern sorge dafür, dass Zuhörer das Wasser an der Kaimauer dieses Fischerdorfes plätschern und die Möwen schreien hören. Gesunder Glaube suche geradezu Beziehung. Und er finde auch individuelle Ausdrucksformen. Hier lohne es, sich einfach einmal ein bisschen tiefer in die "Früchte des Geistes" aus Gal. 5 hineinzudenken.
Und Außenprojektion unserer Probleme mache auch keinen Sinn. "Das Hauptproblem der heutigen Christen ist der Islam! Der Pfarrer is lahm, die Kirche is lahm, das Mitglied is lahm)"...

Nach einem gewohnt anregend-kommunikativen Abend in guter Gemeinschaft machte dann am Samstagmorgen Prof. Dr. Siegfried Zimmer, Pädagoge aus Ludwigsburg, den Anschluss. Er zeigte, dass unser Gottesverhältnis stark über unser Weltverhältnis entscheidet. Es sei auch wichtig, in der Glaubensentwicklung zwischen durch Genetik und frühe Prägung Vorgegebenem und Reifungsprozessen zu unterscheiden, die eine Persönlichkeit formten. Eine besonders wichtige Unterscheidung sei die zwischen stetigen, langdauernden Prozessen in der Glaubensentwicklung und unstetigen, also besonderen punktuellen Erlebnissen. Bei den Menschen der Bibel kommen unverkennbar beide Arten von Prozess vor. Man könnte sagen, das Unstetige, also das Eingreifen Gottes, ist mit seinem Retterhandeln verknüpft, das Stetige, Wachsen lassen, Reifenlassen und Ausbreiten mit seinem Schöpfungs- und Segenshandeln. Gottes Retten ist zentral, für unser Leben und unsere Theologie, Gottes Schöpferhandeln aber fundamental. Oft würde das letztere aber unterschätzt oder gar nicht gesehen. Kranke Religiosität zeige sich oft daran, dass Jesus als Kompensation gebraucht werde für jahrelange Entwicklungsdefizite. Das führe zu einer Überbetonung des Retterwirkens und einer Entwertung des Schöpferwirkens. All das was gut ist, was Gott uns freundlich zu Verfügung stellt, die wunderbare Schöpfung um uns herum, unser Körper, der ein echtes Wunderwerk ist, kann gar nicht mehr wertgeschätzt werden. Dabei könnte es Anlass zu stetiger Freude sein. Stattdessen verengt sich der Blick im kranken Glauben oft auf Angst vor Strafe und Entsündigungstechniken.
Dabei richte sich Glauben auf die Zusagen Gottes. Gott ist Liebe. Er ist und bleibt auch im Zorn Liebe. Nach ein Satz: "Zählt in der Kirche die Jugendlichen. Es ist ein unbestechlicher Maßstab dafür, wo Leben ist. Die riechen das."

Das dritte Referat hielt Carsten Hokema, Pastor und Evangelist der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden. Wie können wir zu gesundem Glauben einladen? Carsten Hokemar machte deutlich, dass die besten "Tools" nichts nützen, wenn wir Menschen nicht als Gottes geliebte Geschöpfe wahrnehmen. Und Konzepte sind auch nur dann sinnvoll, wenn wir selbst Lust darauf haben! Instruktive Beispiele waren evangelistische Foto-Aktionen von zwei selbst fotobegeisterten Porträtfotografen oder Ewig-Kite, was dadurch funktioniert, dass der Referent selbst äußerst gerne Kite surft.
Es sei wichtig, dass das Erste Erstes bleibe. Gott sagt im Garten Eden zuerst: von allen Früchten darfst du essen. Erst dann kam eine (sehr geringe) Einschränkung. Gott ist erstmal der Schöpfer, der freigiebig Milch und Honig fließen lässt. Über die Gefallenheit der Schöpfung meckern die Menschen schon selbst genug, auch die Christen! Es ist manchmal richtig schwer, beim Guten zu bleiben. Wenn Jesus sagt: tut Buße! Dann heißt das: ich drehe mich um nach der wundervollen neuen Chance. Na, selbstverständlich, wohin denn sonst!

Hans Kraft aus dem Vorstand verabschiedet
Über 14 Jahre lang hat Hans Kraft im Vorstand seit der Gründung der APS mitgedacht, mitverantwortet und mitgearbeitet. Von vornherein war Hans in gewisser Weise nicht nur altersmäßig eine Vaterfigur in unserem Kreis. Wie oft hat er eine Ermutigung, ein Wort des Glaubens, ein Gebet an richtiger Stelle in unsere Sitzungen eingebracht. Das Losungsheft zu Beginn wurde mit Vorliebe Hans hingeschoben: sag uns doch erstmal ein gutes Wort für heute...
Schon lange hatte er angekündigt, dass er auch einmal in den verdienten (Ehrenamts-)Ruhestand gehen möchte. So haben wir ihn in der diesjährigen Mitgliederversammlung verabschiedet. Mit einer schönen mechanischen Taschenuhr. Kommentar: "Das ist ein prima Bild fürs Glaubensleben. Nur weil uns der Uhrmachermeister jeden Tag aufzieht, laufen wir, dürfen wir uns unseres Lebens freuen. Aber auch wenn wir laufen, ein bisschen ungenau ist es immer."
Lieber Hans, viel Segen, Gesundheit und ein frohes Herz wünschen wir dir!

Mitgliederversammlung 2014
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung wurden einige wichtige Beschlüsse gefasst. Zum einen gab es zwei Satzungsänderungen:
1. Die APS wird in Zukunft das Apostolische Glaubensbekenntnis als Grundlage ihrer Arbeit haben. In der Vergangenheit war lt. § 3 unserer Satzung "eine persönliche Glaubensüberzeugung im Sinne der Deutschen Evangelischen Allianz" Voraussetzung für eine Mitgliedschaft. Insbesondere von katholischen Christen wurde diese Formulierung immer häufiger als ausgrenzend empfunden, so dass wir uns jetzt auf das in allen Kirchen übliche Apostolische Glaubensbekenntnis beziehen. Ausdrücklich wurde allerdings betont, dass es keinerlei theologische Gründe für diesen Wechsel gebe. Inhaltlich stimme der APS-Vorstand nach wie vor auch mit dem Glaubensbekenntnis der DEA überein.
2. Ein Austritt aus der APS wird immer erst zum entsprechenden Jahresende gültig.
Und schließlich wurde eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages beschlossen. Bisher waren im Wesentlichen immer nur unserer Zeitschrift wegen geringe Erhöhungen durchgeführt worden, so dass nach 14 Jahren Vereinstätigkeit auch einmal ein Inflationsausgleich für unsere eigene Arbeit notwendig war. Zukünftiger Regelbeitrag: 75,-- Euro.


Termine

Regionaltag West am 13. September in Velbert. Thema: "... bis in dritte und vierte Glied?" Mehrgenerationenperspektive in Seelsorge und Beratung.

Regionaltagung Süd am 27. September in Neuendettelsau zum Thema: Das Selber-Schuld-Prinzip. Vom Umgang mit Schuld und Schuldgefühlen in Therapie und Lebensalltag.

Empirische Forschung in Psychotherapie und Seelsorge: Tagung am 11. Oktober 2014 in Egenhausen.

Regionaltag Nord am 18. Oktober in Elbingerode zum Thema: Wieviel Narzissmus braucht der Mensch? Zwischen falscher Demut und Egowahn. Anreise am Freitag, 17.10. möglich (19-21 h Balint-Gruppe), Bleiben bis Sonntag möglich (vormittags Gottesdienst).

8. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge vom 20. bis 23. Mai 2015 in Würzburg. Thema: DAS GUTE LEBEN - Sehnsucht und Verantwortung


Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen auf unserer Website und im Sekretariat

Autor: Martin Grabe

Unsere Zeitschrift P&S


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