11. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Würzburg

zukunftssicher

Wenn Angst und Polarisierung auf Hoffnung und Liebe treffen

Thema des Kongresses ist die Angst vor der Zukunft in all ihren Facetten, die wir als Zeitströmung mit erheblichem Einfluss auf individuelle und politische Entscheidungen wahrnehmen. Ziel des Kongresses ist, diese Ängste und ihre Instrumentalisierung nicht nur besser zu verstehen, sondern auch Lösungsansätze aus Sicht der Psychotherapie und des christlichen Glaubens erarbeiten.

Zunächst soll es um eine kritische Analyse dessen gehen, das wir um uns unter dem Vorzeichen einer Angst vor Zukunft erleben: Polarisierungen und Populismus, Ideologisierungen und Vorurteile in Bevölkerungsgruppen, Reaktionen wie Lethargie, mehr oder weniger zielgerichtete Wut und konstruktive Ansätze; die Frage nach dem noch Erlaubten und politisch Korrekten, die Instrumentalisierung der Angst für eigene Zwecke durch Gruppierungen und Parteien.

Gleichzeitig soll gezeigt werden, wie in Psychotherapie und Seelsorge ein alternativer Erfahrungsraum für Menschen entstehen kann. Angst hat Wurzeln. Und diese liegen in der Regel nicht im Tagesgeschehen. Wer mehr von der Herkunft seiner Ängste verstanden hat, braucht sich nicht mehr unmittelbar von ihnen steuern zu lassen. Ein neuer Handlungsspielraum entsteht und massenpsychologische Phänomene greifen nicht mehr so stark, wenn Menschen ihre Angst einordnen und ihr Leben bewusster steuern können. Das muss zunächst im Individuellen geschehen, könnte letztlich aber auch für unsere Gesellschaft entscheidend wichtig werden, um aus einer Spirale von Angst und Angsterzeugung aussteigen zu können.

Gerade in Bezug auf Angst spielt der christliche Glaube eine wichtige Rolle als Metaebene. Das Innerweltliche („In der Welt habt ihr Angst“) wird aufgefangen im Größeren der dieses umschließenden Gottesbeziehung, die „die Welt überwunden“ hat. Immer wieder hat sich in der Geschichte gezeigt, welche Kraft und Selbstständigkeit Menschen angsterzeugenden Zeitphänomenen gegenüber entwickeln konnten, wenn sie sich in dieser größeren Beziehung geborgen wussten.

Auch dazu soll dieser Kongress ermutigen: auf spiritueller Ebene die Welt zu transzendieren, um ihr im besten Sinne dienen zu können.

Ort: Congress Centrum Würzburg

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